Zu kurz gesagt

Blick am Abend. Seite 20

Als ich letzten Freitag den Blick am Abend durchblätterte, weckte die Seite 20 mein Interesse.
<<Ein Ingenieur erklärt, wie er die SMS erfand und warum er damit nicht reich wurde>>

Die Erklärung kam definitiv zu kurz. Unnütze. Aber das ist nicht dem Herr Hillebrand sein Schuld. Die Fragen die Ihm gestellt wurden sind einfach für den Arsch.

Am Schluss stand folgende spannende Frage:

Interviewer: „Keine Angst, dass die SMS irgendwann die E-Mail ablöst?“

–    Warum sollte der Herr Hillebrand davor Angst haben? Würde er dann Angeklagt, weil die Erfindung, bei welcher er mitgeholfen hat, ein anderes Medium auffrisst?

–    Doch was ist das überhaupt für eine Frage?! Wird das Radio denn auch schon bald den Fernseher ablösen?

Unklar für mich dann auch die Antwort von Herr Hillebrand auf diese Frage:

„Nein. Eine SMS ist direkter, persönlicher, unmittelbarer, weil jeder sein Handy dabei hat.“

Hat der Herr Hillebrand die Frage falsch rum verstanden? Also ob er keine Angst habe, dass die Email irgendwann die SMS ablöst?

Was ja auch ein völliger Quatsch wäre. Verstehe überhaupt nicht, warum die Frage danach, ob das Eine das Andere irgendwann ablösen wird.

Wer ausführlicher lesen möchte, wie die SMS erfunden wurde, findet hier eine Quelle.

Hier kommt noch ein Mann zu Wort, der sagt, dass er das SMS schon lange davor erfunden hätte.

Die Tage der Woche

„Die Woche fängt ja gut an“, sagte der Montag zum Dienstag, der fragte den Mittwoch was Donnerstag am Freitag mache, da Samstag frei ist und sich schon alle auf Sonntag freuen.

Anni Wieser, (*1950), Mutter, Bauzeichnerin, Verwaltungsangestellte und seit 30 Jahren freie Mitarbeiterin für »Die Rheinpfalz«

Vergewaltigungssimulation

Andere Länder andere Sitten. Damit können wir in den meisten Fällen gut leben. Schwer tun wir uns damit, wenn sich daraus eine Diskrepanz bezüglich der eigenen ethischen und moralische Wertvorstellung und deren der Anderen ergibt. Im Besonderen wenn es um die Würde des Menschen geht. Nicht alle unserer Wertvorstellungen sind universell. Ein fast unglaubliches Beispiel dazu aus Japan.

In Japan erschien im 2006 eine Vergewaltigungssimulation.

Rapelay

„In dem Spiel spielt man einen Mann und verfolgt zu Beginn eine erwachsene Frau, belästigt sie durch Berührungen in der U-Bahn und Ähnliches und vergewaltigt sie schließlich. Danach verfährt man ebenso mit ihren zwei Töchtern. Bei letzteren bietet sich auch noch die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Nötigt man die junge Frau nicht zu einer Abtreibung endet das Spiel nach der Geburt des Kindes, da man als „Strafe“ dafür vor einen heranfahrenden Zug geschmissen wird. Nichts desto trotz kann man bis zur Geburt immer wieder schänden.“

In Japan schlug dieses Spiel aufgrund der vollkommen anderen Mentalität zu Sexualität und Pornographie keine grossen Wellen und war drei Jahre lang im Handel erhältlich. Obschon ein Verkauf im Ausland nie vorgesehen war, wurde durch die riesige Empörung in den USA jetzt auch das Spiel in Japan aus dem Handel genommen und der Vertrieb eingestellt.

Da sich Recht und Moral oftmals decken, soll hier nun kurze die Rechtslage in Japan etwas erläutert werde.

„Im 19. Jahrhundert öffnete sich das bis dahin isolierte Japan westlichen Einflüssen und erlebte im Gefolge der sogenannten Meiji-Restauration grundlegende politische und soziale Veränderungen. Bis zu dieser Zeit gab es vergleichsweise wenige und milde Sexualstrafgesetze. Man brauchte sich homosexueller Beziehungen nicht zu schämen, sondern sie wurden – ähnlich wie im alten Griechenland – von der Gesellschaft anerkannt. Prostitution blühte öffentlich in bestimmten Bezirken, die keineswegs so trostlos waren wie vergleichbare Gegenden in Europa oder Nordamerika. Unter dem Einfluss der westlichen Welt wurden die sexuellen Freiheiten der Japaner jedoch zunehmend eingeschränkt. Heute teilen die japanischen Strafgesetze bestimmte negative westliche Auffassungen über die Sexualität, wenngleich sie insgesamt betrachtet immer noch sehr viel weniger repressiv sind.

Es gibt keine Gesetze gegen homosexuelles Verhalten, Ehebruch, Unzucht, wilde Ehe oder sexuelle Handlungen mit Tieren. Unterstützung von Prostitution, Zuhälterei und Kuppelei sind jedoch heute strafbar. Prostituierte können in ein „Umerziehungslager“ geschickt werden, um dort für sechs Monate „geschützt und wieder eingegliedert“ zu werden. Überdies gibt es ein Gesetz gegen das öffentliche Zurschaustellen und den Verkauf „obszönen“ Materials. (Die japanische Definition von „Obszönitäten“ ist allerdings von der westlichen recht verschieden.) Als schwerstes Sexualdelikt gilt auch in Japan Vergewaltigung, die entsprechend der ausgeübten Gewalt bestraft wird. Dieses Delikt führt in einfachen Fällen zu Strafen von zwei Jahren Haft, wird es jedoch an einem Kind begangen oder ist es mit Körperverletzung oder gar mit Todesfolge verbunden, kann lebenslange Haftstrafe verhängt werden. Sexuelle Belästigung wird unter dem Begriff des „anstößigen Aktes“ zusammengefasst. Er wird, wenn er unter Anwendung oder Androhung von Gewalt vollzogen wurde, als „Notzucht unter Zwang“ bestraft. Gleiches gilt für gewaltsame sexuelle Handlungen mit Kindern (das heißt wenn das Opfer unter 13 Jahre alt ist). Das Strafmaß sieht für diesen Fall sechs Monate bis sieben Jahre Haft vor. „Öffentliches anstößiges Verhalten“ wird mit höchstens sechs Monaten Haft bestraft. Andere Delikte, die zum Beispiel in den USA schwer bestraft würden, wie „Zurschaustellung des nackten Körpers in anstößiger Weise“, „Voyeurismus“ oder ähnliches, werden mit kurzen Haftstrafen oder mit Geldstrafe bedroht. Solche Handlungen werden im japanischen Strafgesetz zusammen mit weniger schweren Vergehen wie Hausfriedensbruch, Auslösen blinden Alarms oder „Erschrecken von Pferden und Kühen und Verscheuchen derselben“ aufgeführt und entsprechend bestraft.“

Mehr zum Thema Recht und Sexualwissenschaft findet man hier

Dadurch, dass die Moral der Nährboden jeder Zivilisation ist, werden durch die Moral auch unterschiedliche Arten von Zivilisationen begünstigt. Culture Clash.

Wer hats erfunden?!

Wie gerne würde ich etwas erfinden, auf was die Menschheit nur gewartet. Also nicht so ein Scheiss wie der Remote Wrangler.

Dann doch eher etwas in Richtung Penizillin oder das Eis am Stiel. Darüber hinaus, dass beide dieser Erfindungen unser Leben veränderten, weisen sie noch ein weiteres gemeinsames Merkmal auf; das der glücklichen Fügung.

So liess der Erfinder des Eis am Stiel, Frank Epperson, Limonade mit einem Löffel draußen in der Kälte stehen, worauf diese gefror. Wie das  entdeckt wurde, dürfte allgemein bekannt sein.

Am liebsten wäre mir die Erfindung, wie man erfindet. Dadurch wäre ich nicht nur auf einen Schlag weltbekannt sondern zugleich unbeschreibbar reich. Und es könnte mir unter gewissen Umstände mein Leben retten. So ist es Häftlingen in China möglich ihr Strafmaß mit dem Erfinden neuer Technologien zu verkürzen.

Ein wegen Bestechung zu 10 Jahren Gefängnis verurteilter Architekt wurde so nach Einreichen von Erfindungen bereits nach 5 Jahren Haft entlassen Und ein verurteilter Autodieb konnte nach Entwicklung einer neuen Diebstahl-Schutzanlage seine Haftstrafe ebenfalls drastisch reduzieren.

Ungewiss ist, ob man für Erfindungen wie den Remote Wrangler gleich hingerichtet werden würde. Ja Erfindungen können auch nach hinten losgehen.

Idiot nach Bismarck

Nur ein Idiot glaubt, aus den eigenen Erfahrungen zu lernen. Ich ziehe es vor, aus den Erfahrungen anderer zu lernen, um von vornherein eigene Fehler zu vermeiden.

Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck, (1815 – 1898), preußisch-deutscher Staatsmann und 1. Reichskanzler

Die Türschleieranlage

Kein Tageslicht. Permanenter Gestank. Kaum Gespräche. Viele Blickkontakte. Ständiges herumstehen und kaum was zu tun. Und dies Tag ein, Tag aus. Ich spreche von den Frauen, habe auch schon ein männliches Exemplar gesehen, welche in Kaufhäuser in der Regel gleich beim Eingang, Parfums und Kosmetika verkaufen. Damit dieser Job nicht noch unerträglicher ist, hat man die Türschleieranlage erfunden. Kennt Ihr nicht?! Bestimmt. Damit ist die warme Luft gemeint, welche einem beim Betreten eines Kaufhauses von unten her ins Gesicht bläst und etwas muffig riecht.

Diese warme Luft ist nicht etwa zur Desinfizierung gedacht, auch handelt es sich dabei nicht um die Abluft der Klimaanlage. Genauso wenig steigert sie die Kauflust oder verhindert, dass Insekten den Weg hinein finden. Nein.

Die warme Luft der Türschleieranlage verhindert, dass kalte Luft in das Geschäft kommt, das spart Heizkosten. (Im Sommer hingegen verhindert es das Eindringen der warmen Luft und spart dadurch Kosten für die Klimaanlage). Und, hat den netten Nebeneffekt, dass die Gefahr einer Erkältung für die Mitarbeitenden minimiert wird. Da durch die Türschleieranlage die kalte Luft draussen bleiben muss. Dadurch kann kein Zug entstehen, welcher für die Mitarbeiter die Gefahr einer Erkältung mit sich bringen würde.

Also ne super Erfindung. Das Unternehmen spart Kohle und kann den Mitarbeitenden zugleich das Gefühl geben, dass deren Gesundheit dem Unternehmen am Herze liegt. Gesundheitsmanagement eben.

Back to the future

Auf der Suche nach nem neuen Job? Dann sollten Sie unbedingt Weiterlesen.

Sie haben es satt ein Sesselfurzer zu sein und möchten endlich Ihre Skills, welche Sie durch stundenlanges Zocken von Ballerspielen erlangt haben in die Praxis umsetzen? Wenn Sie des Weiteren mindestens fünf Mal den Film Universal Soldier gesehen haben, eine Waffe zu Hause haben und dicke Eier mitbringen, dann sind Sie der Mann, welcher dieser Dolph Lundgren-Verschnitt sucht.

Leider kann er auf Ihre Bewerbungen erst in etwa drei Monaten reagieren. Da er sich zur Zeit in einem Sanatorium von seinem letzten Einsatz erholt. Muss ein gewaltiges Jet-Lack haben.